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Kanaren,  Radreise

Radwandern auf den Kanaren – Lanzarote und Fuerteventura

Es ist meine erste Erfahrung mit einer längeren Radtour über mehrere Tage und es fühlt sich ziemlich gut an mit nur dem Nötigsten – zwei Fahrradtaschen – zu starten. Wir fliegen von München nach Lanzarote, eben ohne unsere Räder, das war uns zu teuer und auch zu umständlich.

Nach etwas Recherche leihen wir uns für einen guten Preis wirklich hochwertige Trekkingräder in Puerto del Carmen bei Pro Action Bike Rent für eine Woche aus. Wir hatten mit dem Personal des Fahrradverleihs per Mail Kontakt, reservierten die Räder mehrere Wochen im Voraus und konnten so auch Sonderwünsche wie Gepäckträger anfragen.


Tag 1

Playa Honda (Lanzarote) – Corralejo (Fuerteventura)

01

40km
Fahrzeit: 3h
↑258 m – ↓49 m

Am Morgen geht es los. Von unserem AirBnB in Playa Concha starten wir Richtung Yaiza, machen einen Frühstückszwischenstop in Uga in der Cafeteria La Cantosa (leckere Boccadillos con Lomo) und fahren am Rande des Timanfaya Nationalparks nach Playa Blanca.

Wir nehmen die Fähre (Princesa ico) um 12.30 von Playa Blanca (Lanzarote) nach Corralejo (Fuerteventura). Die Überfahrt dauert ca. eine Stunde und es war kein Problem die Räder mitzunehmen. Wir bleiben in Corralejo und geniessen den Nachmittag am Strand.

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Strand Corralejo

Tag 2

Corralejo – El Cotillo – La Oliva

Wir radeln morgens um halb 9 los. Von Corralejo aus geht es immer an der Nordküste entlang, bis El Cotillo. Weg vom Asphalt rauf auf die Schotterpiste.

Was uns besonders freut: Das ist die Ecke von Fuerteventura die wir zuvor noch nicht gesehen haben. Beim letzten Besuch auf Fuerteventura wurde uns von der Autovermietung nahe gelegt dort nicht mit dem Kleinwagen zu fahren. Die Straßen sind holprig und steinig. Für uns ist es auch anstrengend zu fahren. Wir brauchen doppelt so lange als uns Google Maps voraussagt, aber der Ausblick auf das Meer, das immer rechts von uns liegt, ist toll. An der beliebten Surferküste stehen viele Camper, wir freuen uns schon auf den ersten Strandurlaub mit Franzek…

02

35km
Fahrtzeit: 3h
↑299 m – ↓310 m

Ab El Cotillo sind wir wieder zurück auf der Straße. Aber zurück auf dem Asphalt ist es nicht weniger anstrengend. Gegenwind kann so fies sein! Unser Ziel von heute ist La Oliva: Das Städtchen im Landesinneren hat nicht viel zu bieten, es ist ein Knotenpunkt der Insel. Es gibt ein Hotel und zwei Restaurants und einen Supermarkt, mehr haben wir dort nicht entdeckt. Wir bleiben im Hotel Rural Maho das von außen wie ein einfaches Motel aussieht, entpuppt sich als liebevolles Hotel mit Restaurant und wunderschönen (Kakteen-)Garten. Wir hatten dort eines unserer schönsten und gemütlichsten Abendessen des Urlaubs: Ziegeneintopf (Cabra compuesta). Und auch die Zimmer in den urigen Steinhäusern waren wunderschön.


Tag 3

La Oliva – Gran Tarajal

Nach einem guten Frühstück im Hotel Maho geht es weiter. Wir fahren heute quer durch durch das Inselinnere. Die Radfahrt war recht abwechslungsreich, es war alles dabei: Schotterwege, Schnellstraßen, landwirtschaftliche Ackerwege gepaart mit Rückenwind, Seitenwind und Gegenwind.

Wir fahren über Tefia nach Antigua bis wir auf der anderen Seite der Insel wieder an der Küste rauskommen: In Gran Tarajal.

03

55km
Fahrtzeit: 3h
↑300 m – ↓514 m


Tag 4

Gran Tarajal – Tefia – Betancuria

Wir sind im Zwiespalt. Weiter in den Norden kommen wir nur über Schnellstraße/Autobahn was mit dem Fahrrad nicht so toll ist. Deswegen entscheiden wir uns für den Weg “zurück” um noch den kleinen Ort Betancuria zu besuchen. Anfangs war unser Vorhaben mit dem Fahrrad nach Betancuria zu fahren, wir entscheiden uns auf dem Weg um – mir sagen die Höhenmeter und kurvigen Serpentinenwege nicht zu.

04

38km
Fahrtzeit: 3h
↑384 m – ↓284 m

Wir buchen von unterwegs eine Unterkunft abseits von Tefia. Mitten in der kargen Landschaft finden wir den kleinen Oköhof Villa Cecilio. Die Gastgeber sind eine italienische Mutter und ihre Tochter die uns so herzlich aufnehmen.

Nachmittags machen wir uns auf den Weg nach Betancuria – wir fahren mit dem Bus. Auch wenn wir lange auf den Bus warten mussten und am Ende nur einen kurzen Aufenthalt in Betancuria hatten. Es war ein netter kleiner Ort der sich bestimmt lohnt mal noch für länger zu besuchen.

Betancuria
Busfahrt nach Betancuria

Am Abend geniessen wir die Ruhe und Athmosphäre unserer Unterkunft. Wir haben eine schönen Abend im Garten der Villa.


Tag 5

Tefia – Corralejo – Playa Blanca (Lanzarote)

Es geht weiter, wir möchten die Nordküste von Fuerteventura weiter entdecken. Zuerst geht es über die uns bekannte Strecke nach La Oliva zurück, von dort aus fahren wir zu dem Touristenfleck Parque Holandes.

Die Landschaft ändert sich Stück für Stück. Aus der rötlich-braunen Kulisse wird nach und nach ein strahlend helles Naturschauspiel. Wir sind in den Dünen von Corralejo. Nachmittags nehmen wir die Fähre zurück nach Lanzarote.

05

44km
Fahrtzeit: 3 1/2h
↑200 m – ↓342 m


Tag 6

Playa Blanca – Famara

Die Strecke führt einmal durch den Timanfaya Nationalpark. Vor über einem Jahr waren wir schon einmal mit den Rädern hier. An dem Tag war es so windig, dass wir nach ein paar Kilometern umgedreht sind. Ich hab die Strecke also nicht gerade positiv in Erinnerung. Aber nun ist es ganz anders, der Wind ist okay, teilweise trägt uns sogar der Rückenwind durch die Vulkanlandschaft. Dagegen haben die Fahrradfahrer die von der anderen Richtung kommen schwer zu kämpfen.

06

50km
Fahrtzeit: 4 1/2h
↑334 m – ↓360 m

Timanfaya
Durch den Timanfaya Nationalpark

Tag 7

Famara – Puerto del Carmen

Wir haben einen Tag Pause in Famara eingelegt und treten unsere letzte Etappe an. Über La Santa geht es zurück nach Puerto del Carmen.

07

43km
Fahrtzeit: 4 1/2h
↑411 m – ↓446 m


Fazit

Die Radreise hatte einige Vorteile. Unsere Ziele konnten wir während des Fahrens für uns bestimmen. Es verschlug uns in Gegenden in denen wir wohl (mit Mietauto) noch nicht einmal stehen geblieben wären. Wir übernachteten in dörflichen Gegenden. Es war eine schöne Erfahrung mit wenig Gepäck alles dabei zu haben was man braucht.

Unsere Route im Überblick

alles