Italien Roadtrip mit dem Campervan

Wir haben zwei Wochen Urlaub und es zieht uns in die Ferne. Es ist Ende September, der „unbeschwerte“ Sommer neigt sich dem Ende und kurz vor Abfahrt, wird wieder alles kompliziert. Nachdem sich in Frankreich und Spanien die Lage schon zuspitzt, lassen es die Reisebestimmungen zu ĂŒber Österreich nach Italien zu reisen.
Unsere Campervan-Reise nach Marokko ist noch nicht lange her – damals, kurz vor Corona gab es noch gar keine EinschrĂ€nkungen beim Reisen.

Also, auf geht’s nach Italien!

Unsere Italien Reiseroute fĂŒr zwei Wochen mit dem Campervan

Unser erster Stopp – der Gardasee

Der Gardasee ist fĂŒr viele der Stopp Nummer 1, oder das schnellste Ziel in Italien. Unser Stellplatz ist in der NĂ€he von Sirmione am Lago di Garda. Mit unseren KlapprĂ€dern machen wir einen Ausflug dorthin, merken aber auch: Hier ist ganz schön was los. Das Wetter schlĂ€gt ĂŒber Nacht um und fĂŒr uns heißt es umso schneller: der Sonne hinterher, Richtung SĂŒden!

Lucca und Pisa – ohne Touristen

Italien hat einfach zu viele Orte, die man sich ansehen kann. Pisa kennt man gewöhnlich nur als Touristen-Hotspot. Umso schöner ist es den Dom zu Pisa, den Kuppelbau, das Baptisterium und das Beiwerk, den „Schiefen Turm von Pisa“ in Ruhe anzusehen. Dieses Dreier-Gespann ist umso faszinierender, wenn man sich nicht von den Hunderten sich gegen den Turm lehnenden Touristen blenden lĂ€sst, sondern seinen Blick auf das Werk in Summe richtet.

Lucca gefĂ€llt uns auch sehr gut, es ist wenig los und umso gemĂŒtlicher kann man durch die Gassen schlendern. Unsere Erlebnisse am Gardasee, in Lucca und Pisa seht ihr in unserem Video.

Nach Lucca und Pisa geht es fĂŒr uns weiter Richtung SĂŒden. Doch recht viel weiter kommen wir nicht.

San Gimignano – Skyline aus dem Mittelalter

Unser erster Zwischenstopp San Gimignano ist Pflichtprogramm. Die unwirkliche Skyline aus dem Mittelalter ist ein absolutes Highlight. WĂ€hrend unserer Reise stoßen wir auf eine italienische, private Vereinigung I Borghi piĂč Belli d’Italia (was auf Deutsch heißt: „Die schönsten Orte Italiens“).

Die Vereinigung fördert kleine, meist mittelalterliche StĂ€dte, manchmal sind es auch nur einzelne Stadtteile oder Burgen mit herausragendem historischem und kĂŒnstlerischem Wert. Die Orte liegen meist außerhalb der normalen Touristenstrecken – was uns sehr gut gefĂ€llt. Aber der Tourismus wĂŒrde den Zentren oft nicht schaden, denn sie geraten in Vergessenheit und sind folglich von Entvölkerung, dem Verfall und der Verwahrlosung betroffen. Wir nehmen uns vor ein paar der schönen Orte in unserer Reise zu integrieren.

Saturnia – 37°

Als Gegenpol unseres StĂ€dtetrips gönnen wir uns noch die nötige Entspannung und lassen uns in den „Cascate del Mulino“ so richtig gut gehen. WĂŒrde euch das auch gefallen? Die Thermalquellen sind tĂ€glich geöffnet, kosten keinen Eintritt und haben ganzjĂ€hrig 37°.

Die Abruzzen – unerwartete Berge

Italien 
 Sonne, Strand und Meer. Wir geben zu wir waren beide etwas ĂŒberrascht als wir merkten, Italien hat ja auch Berge 
 Wir planen unsere Routen recht spontan und die Recherche erfolgt eben auch teilweise erst im Urlaub.

Da wir uns im Urlaub auch gerne bewegen finden wir Berge immer eine super ErgÀnzung. Die CampingplÀtze haben bereits geschlossen, so stehen wir abgeschieden am Lago Campotosto und schÀtzen die Einsamkeit der Italienischen Abruzzen. Die Stimmung ist einmalig. Wölfe, BÀren und Wildschweine gibt es laut Nationalparkstafel auch, doch wir haben keine gesehen. Der Gipfel des Gran Sasso liegt majestÀtisch am anderen Ufer des Sees.

Der weitere Verlauf des Urlaubs gestaltet sich dadurch der Sonne hinterherzufahren. So pendeln wir zwischen Adria und Bergen hin und her. Erst fĂŒrchten wir etwas die KĂ€lte in den Bergen, denn trotz Sonne kann es dort schon zapfig kalt werden. Doch die Schönheit der Berge und die Ruhe und Einsamkeit wissen wir auch sehr zu schĂ€tzen.

GrĂŒne Wildnis – Nationalpark Majella

Auf dem Weg zu unserem nĂ€chsten Stopp legen wir in Pacentro einen Zwischenstopp ein. Der kleine Ort gehört zu den schönsten Orten Italiens und wir finden das Konzept ganz wunderbar, denn der Ort ist in 2 Stunden gemĂŒtlich zu besichtigen. Weiter gehts ĂŒber den Passo San Leonardo in die Tiefen des Nationalparks Majella.

Wir stehen am Fuße des Monte Amaros. Ein in die Jahre gekommenes Skifahrgebiet ist unser nĂ€chtliches Lager. Der Aufstieg auf den Monte Amaro lohnt sich, der Ausblick ĂŒber die GebirgszĂŒge der Apenninen ist herrlich.

Zerstörung – Monti Sibillini

Wir fahren durch die Gegend Castelluccio di Norcia und uns wird bewusst, dass hier etwas passiert sein muss. Die Region hat eine tragische Geschichte. Erst 2016 ereignete sich ein schweres Erdbeben und zerstörte die kulturellen StĂ€dte und forderte viele Opfer – die Zerstörung ist an allen Ecken zu sehen.

Am Gipfel des Monte Vettores liegt schon Schnee. Ein Wanderer erzĂ€hlt uns dass fĂŒr viele junge Menschen die Berge und der Tourismus eine Chance hĂ€tte sein können, wenn nicht ein Beben alles von 0 auf 100 zerstört hĂ€tte.

Die Gegend ist beliebt fĂŒr Paraglider, das merken wir besonders an unserem Stellplatz. Alle Camper haben Bezug zum Paragliden – nur wir nicht.

Fazit und Kosten

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franzek

Ich bin Franzek, VWT5, Baujahr 2014. Ich habe ein paar Jahre lang Rentner in einem Altenheim herumspaziert, das war fĂŒr eine Zeit lang ein angenehmer, entspannter Job, aber das kanns ja nicht gewesen sein. Ich wollte eine VerĂ€nderung und meine neuen Besitzer fordern mich immer wieder aufs Neue heraus. 4-Sitze weniger, dafĂŒr aber einiges an Skills dazubekommen. Und ich sehe endlich was von der Welt. Das gefĂ€llt mir schon ganz gut

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