Spüle und Dusche für den Camper Van – Camper Ausbau Modul

Eine Spüle für den T5 – unser kleiner Campervan Schwerlastauszug im T5 soll ein wenig aufgeräumter werden. Gleichzeitig schaffen wir Platz für ein Wassermodul und die Kühlbox.
Die Eurobehälter auf unseren beiden Schwerlastauszügen haben ihre Vorteile, weil sie einfach umzuräumen und mitzunehmen sind. So kann man gemütlich daheim packen und die Box anschließend ins Auto bringen. Aber einige Sachen wie Kühlbox und Wasserkanister brauchen ihren festen Platz. Das wollen wir jetzt optimieren.

Verkleidung für den schmalen Schwerlastauszug
Ein neuer Platz für Wasserkanister, Spüle und die Kühlbox

Die Planung der Spüle für den T5

Auf unseren schmalen Schwerlastauszug mehr Ordnung und ein besseres System haben. Der Kanister und die bekommen endlich ihren festen Platz.

Lowtech und KISS (Keep it simple stupid)

Wann immer es geht bevorzugen wir Lowtech Lösungen. Wir sind minimalistisch, glauben an Murphys Law und wollen wenig Elektronik verwenden. Auf Muskelkraft kann man sich verlassen – auf Akkus und Elektronik nicht. Sogar die Fenster von Franzek werden gekurbelt. Was nicht da ist, das kann auch nicht kaputtgehen!

Ein Brunnen funktioniert auch nach 200 Jahren
Eine Handwasserpumpe funktioniert auch nach 200 Jahren noch

Deshalb suchten wir lange nach einer passenden Handwasserpumpe – wir brauchen eine Spüle für den T5. Die Vorteile sind klar – sie muss nicht geladen werden, enthält kein Elektroschrott, kann gut repariert werden und funktioniert wahrscheinlich noch in 10 Jahren.
Leider waren die Pumpen, die wir bei der Recherche fanden, entweder zu groß oder zu teuer oder nicht für unsere Anforderungen geeignet.
Also wurde es doch eine Akkutauchpumpe. Sie hat 2 Akkus, die ca. 2 Stunden im Dauerbetrieb halten und die Ersatzteillage scheint auch OK zu sein. Die Pumpe inklusive Stromkabel passt sehr gut in die große Öffnung des neuen 10 Liter Kanisters *.

Fester Platz für die Kühlbox

Links auf dem breiten Auszug hat unsere Küchenbox ihren festen Platz. Rechts auf unserem schmalen Auszug soll unsere Küchenecke nun erweitert werden.
Bislang steht die Kühlbox recht frei auf dem Auszug herum. Sie hat kein Euroboxformat und es bleibt ein wenig Platz, wenn man sie auf dem Auszug abstellt. Das wollen wir ändern. Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit und gestalten unsere Wasserversorgung um.

Franzek in Italien
Der schmale Schwerlastauszug im Franzek. Die Kühlbox hat keinen festen Platz.

Unser alter Kanister fasst 20l und ist uns viel zu groß. 10 – 13 Liter wären optimal. Wir kaufen schlussendlich einen mittelgroßen 10l Kanister mit einer großen Öffnung. So kann der Kanister gut gesäubert werden. Der 20 Liter Kanister ist uns schon lange zu groß geworden. Auf unserer Marokko Reise war das Wasser erst nach ca. 8 Tagen verbraucht.

Schrank aus 13 mm Tischlerplatten
Unser alter 20 Liter Kanister

HPL, Resopal oder Bauallzweckplatten für den Camperausbau

Die Kunststoffplatten haben unterschiedliche Namen. Sie sind robust, einfach zu reinigen und mit nur 3 mm Stärke relativ stabil, witterungsbeständig und für den Innen- und Außenbereich geeignet. Mit HPL Platten kann man hier und da einige Millimeter für den Ausbau gewinnen. In Kombination mit verstärkenden Aluwinkeln werden sie sehr stabil.

Für unser letztes Projekt – die Küchenbox haben wir auch auf 3 mm HPL (High Pressure Laminat) Platten gesetzt und sind zufrieden damit.
Wir besorgen uns 1200 x 600 mm große Platten im Baumarkt. Die sägen wir dann zurecht. Das ist zwar aufwendig, lässt uns aber die Freiheit beim Planen und bei Planänderungen.

HPL zusägen

Wir müssen gestehen, dass uns das Zusägen der HPL Platten schwerfällt. Uns fehlt da noch ein wenig Erfahrung und das Laminat platzt sehr schnell ab. Häufig sind häßliche Absplitterungen an der Schnittkante zu sehen sind. Unschön, aber nicht ganz so tragisch. Die unschönen Kanten verstecken wir hinter den Aluprofilen oder drehen die Platte so, dass keine Absplitterungen sichtbar sind.

Die feinen und runden Sägearbeiten haben wir mit der Stichsäge gemacht. HPL ist sehr hart, deshalb haben wir ein Metallsägeblatt verendet. Die mittleren Schnitte bis ca. 35 cm wurden mit der Kappsäge gemacht. Auf der Kappsäge ist noch immer das Standardsägeblatt drauf. Das hat nach den Sägearbeiten an unsere Küchenbox und an diesem Projekt stark gelitten. Die ganz langen Schnitte haben wir mit der Tauchkreissäge gemacht. Am einfachsten waren die Schnitte mit der Stichsäge.
Etwas besser wird das Ergebnis, wenn man Sägebereich mit Malerkrepp abklebt.

HPL sägen mit der Tauchkreissäge
HPL sägen mit der Tauchkreissäge
hpl kappsaege
HPL sägen mit der Kappsäge
HPL sägen mit der Stichsäge
HPL sägen mit der Stichsäge

Der Schwerlastauszug bekommt eine Verkleidung

Nachdem unsere Platten zugeschnitten sind, werden sie mit einfachen Aluwinkeln aus dem Baumarkt verbunden. Wir verwenden zwei Arten von Aluwinkeln. Für die Verbindung mit dem Boden nutzen wir 25 x 25 x 2 mm Aluwinkel. Für die vertikale Verbindung der Platten verwenden wir 15 x 15 x 1,5 mm Aluwinkel.

Die HPL Platten sind zugeschnitten
Die HPL Platten sind zugeschnitten

Zuerst bohren wir je 4-6 Löcher je Winkel – dann übertragen wir die Löcher auf die HPL Platten und bohren die markierten Löcher. So stellen wir sicher, dass später beim Zusammenschrauben oder Nieten alles bündig ist.

Tipp: Zuerst zusammenschrauben und dann, wenn alles passt, kann genietet werden. Die Nieten kann man zwar einfach aufbohren, aber so macht man es sich am Ende einfacher.

Es ist ein ganz schön großer Aufwand für eine simple Verkleidung für den Schwerlastauszug, aber wir sind uns sicher, dass es sich am Ende lohnen wird.

Die fast fertige Verkleidung für den Schwerlastauszug
Die fast fertige Box

Spüle für den T5 – Die Klappkonsole

Die Spülschüssel ist ganz sicher nicht das Wichtigste an unserem Campervan, aber sie darf ruhig praktisch sein. Deshalb wird sich auf einer Klappkonsole festgeschraubt und kann so einfach bei Bedarf aufgeklappt werden.
Unsere Schlüssel lässt sich also aufklappen, ist faltbar und kann somit gleichzeitig als Schneidbrett dienen. Das ist unser Franzek-Transformer-Style – das mögen wir.

Spüle für den T5 am Schwerlastauszug
Die Spülschüssel auf der Klappkonsole
Die fertige Spüle für den T5 ist ein Multitalent
Die fertige Spüle für den T5 ist ein Multitalent

Und das Abwasser?

Ja, wir haben keinen Kanister für das Abwasser. Aber der Plan ist, dass wir das Wasser einfach in unserer alten Waschschüssel auffangen und dann entsorgen. Und zwar nicht in der Natur, sondern korrekt.

Wasser, Dusche, Abwasch, Kühlbox und Ablage in Einem

Wir probieren die Akku-Tauchpumpe aus
Ohhooh
Die fertige multifunktionale Wasser- und Kühlkombination im t%
Die fertige multifunktionale Wasser- und Kühlkombination

Preise und Materialliste

Artikelbezeichnung / LinkAnzahlPreis(€)
Multifunktion Schneidebrett mit Spülschüssel *117
Weithalskanister 10 Liter *119,95
Akku Campingdusche *149,99
Bauallzweckplatte Fixmaß 1200 x 600 x 3 mm234,70
Kühlbox Dometic Tropicool 21 *1100,00 **
Aluwinkel 1000 x 15 x 15 mm3-4ca. 12
Summe233,64

** günstiger, da Rückläufer vom Amazon

Das Video zum Projekt

Standardbild
Marek
Artikel: 20

2 Kommentare

  1. Hi,
    Super cooles Projekt, ich bin immer wieder begeistert.
    Ich bin grade bei der Planung einer CamperBox für unseren Dicken und stelle mir die Frage nach der richtigen Kühlbox – Kompressor oder Thermoelektirsch. Wie zufrieden seid ihr mit eurer Kühlbox? Kühlt Sie richtig? Läuft sie druchgängig und saugt daher ordentlich Strom? Habt ihr sie auch im Stand laufen oder nur während der Fahrt?
    Ich würde mich über ein kurzes Feedback freuen…
    Danke!

    • Hallo, und Danke für die Begeisterung 🙂 Wir meistens auch 😉

      Unser Nutzungsprofil sieht so aus:

      – während der Fahrt über 12 V
      – wenn wir auf dem Campingplatz sind, dann über 230 V natürlich
      – sonst aus und einfach passiv kühlen (Unsere langen Reisen waren im herbst oder Winter, da wirds Nachts auch so kalt genug!)
      – für den richtigen Sommer haben wir keine Erfahrungswerte – wir fahren halt Freitags los, kühlen bei der Fahrt und dann reicht es schon bis zum Sonntag

      Aber sie verbraucht auf jeden Fall mehr als eine Kompressorkühlbox. Wenn Du Dich bei unserem Nutzungsprofil erkennst, dann klar eine Empfehlung.
      Sie kühlt 20° unter Umgebungstemperatur. Das heißt im Hochsommer um 14h von 30° auf 10° und ist damit die beste Thermoelektrische Kühlbox.

      Reicht das als Info?

      LG
      Martina und Marek

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